Der Polit-Blog

Der Fall Ameland und die CSU

Was in Ameland passiert ist ist schlimm, abscheulich sogar. Jugendliche werden von anderen jugendlichen Missbraucht. Neben den kriminologischen Ermittlungen der Polizei fängt auch die Politik an sich Gedanken zu machen. Das ist an sich gut.  Doch wie Bayerns Justizministerin mit dem Thema umgeht ist mal wieder absolut daneben.

Wie Spiegel Online jetzt berichtete kramt die CSU Ministerin wieder einmal alte Feindbilder hervor, und greift gleichzeitig die FDP an. Für sie sind Kinderpornografie und “Killerspiele” Schuld an den Vorkommnissen in dem Jugendcamp. Und der Koalitionspartner trägt eine Mitschuld durch die “Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz…”. Hier wird also wieder eine Diskussion über Symptombekämpfung losgetreten, die am kern der Sache jedoch nichts ändert. Missbrauch gibt es schließlich nicht erst seit Erfindung des Internet´s und es drängt sich die Frage auf, wieso die werte Frau Ministerin bei den Missbrauchsfällen innerhalb der Kirchen geschwiegen hat.

Und um noch einmal den Spiegel zu zitieren:

Den Opfern sexueller Gewalt wird mit solchen Forderungen nicht geholfen, im Gegenteil: Sie werden auf plumpe Weise instrumentalisiert, um diffuse Gefühle zu bedienen, die man innerhalb der eigenen Wählerschaft vermutet.

man sollte sich also zunächst auf die Aufklärung des aktuellen Falles beschäftigen und sich dann kompetent mit der Ursache beschäftigen. Verhindert wird so eine abscheulich Tat nämlich ganz sicher nicht mit einem Killerspielverbot. Und Kinderpornographie gehört nunmal gelöscht und die Verantwortliche eingesperrt und nicht einfach hinter einem Stopp-Schild versteckt. Doch dafür müsste man sich ja mit der Problematik beschäftigen.

Eine Antwort | Antwort hinzufügen

  • 1 TheK schrieb:

    Bei solchen Aussagen frage ich mich manchmal, ob wirklich jeder das bayrische Bier vertragen kann…

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